Das Sample als Zeichen (1)
von Heiner Goebbels
Daß Musik uns nicht mehr 'neu' vorkommt, so sehr sie sich auch darum
bemüht - auch das kommt uns bekannt vor: es ist mit der Sprache nicht
anders. Was bei der Sprache als Intertextualität diskutiert wird, macht
auch vor anderen kulturellen Mitteilungen und Kunstformen nicht halt: Musik
erscheint uns vor allem als Transformation anderer, vorgängiger Musik,
ist nicht mehr Medium individueller Artikulation, sondern eine von den Instanzen
unserer musikalischen Sozialisation uns längst zugesprochene Ordnung;
der Komponist ist nicht mehr der Erfinder, der Herr seiner Klänge, vielmehr
dominieren diese das komponierende Subjekt, weil sie immer schon vorher sind.
Das 'Eigene' kann sich nunmehr nur durch Verschiebungen artikulieren. Der
Unterschied zur Sprache, zur Literatur besteht nur darin, daß es viele
der Autoren beim Schreiben schon wissen, was man von den komponierenden Kollegen
nicht sagen kann.
Musik als Text zu begreifen ist nicht nur schlüssige Metapher, sondern
hat auch in der Analyse und Arbeitsweise programmatische Bedeutung: Musik
gehört zum kulturellen Gedächtnis (wie Bilder, Texte) und lässt
sich (wie Bilder, Texte) lesen. In der Musik verschränken sich nicht
nur andere, ältere Musikschichten mit neueren, sondern sie bedarf sogar
der 'Lektüre des Lesers' und wird erst, wenn sie gehört ist, zu
Ende geschrieben. Musik im luftleeren Raum (da, wo sie im akademischen Rahmen
oft noch komponiert und aufgeführt zu werden glaubt) gibt es nicht
wirklich.
Musik ist entzifferbar, Buchstabe für Buchstabe, und damit voller Zeichen.
Es geht also nicht mehr um die Erfindung, Originalität,
Individualität, sondern um die Perspektive auf das Vorzufindende, auf
die Erzählung mit dem Vorgefundenen, in anderen als den bekannten Kontexten.
Vielleicht braucht das Vorstellungsvermögen sogar das Vorgefundene zur
Orientierung, als Garant einer Verständigung; vielleicht ist die
Trivialität, die - von der hohen Warte der Neuen Musik - als 'Klischee'
betrachtet wird, genau die Sprachfähigkeit des Materials. Und vielleicht
ist umgekehrt das, was zu seiner Vermeidung angestrengt bemüht wird
- nämlich die Komplexität der musikalischen Mittel - längst
zu einem Jargon Neuer Musik geronnen und damit selber Klischee.
Alle Strategien zur Umgehung des Klischees, zur Schöpfung eines 'nie
zuvor gehörten Tons' laufen ins Leere; vor der Historizität gibt
es keinen Schutz; wer das weiß, hat es leichter (schwerer - wenn er
skrupulös ist), wer noch an die Klangrevolution glaubt, hat es schwerer
(leichter - wenn er nur in seinen Kreisen kreist). Deshalb ist nicht die
Vermeidung, sondern die offensive Inangriffnahme, Funktionalisierung, die
Transparenz und Reflektion im Umgang mit dem Klischee die vielversprechendere
Perspektive. Nicht das musikalische Material selbst ist das Klischee, sondern
es steckt in der Verfahrensweise. Das Klischee steckt - im Gegensatz zur
Ansicht seiner Gegner - nicht im Detail, sondern im Umgang damit. D h. auch
der microtonale Klang, die ausgefuchste Reihe, das ehrfuchtgebietende System
erfüllt gerade in seiner Vorhersehbarkeit (oder in seiner
Nicht-Vorhersehbarkeit) nach wenigen Minuten das Kriterium des zu
Erwartenden.
Zum Charakteristikum des Samplers hingegen gehört, daß er keine
Klänge erzeugen, sondern ohnehin nur vorhandene Signale aufnehmen, speichern
und bearbeiten kann: Geräusche, Musik, Worte, was auch immer. Mit ihm
'liest' man akustische Materialien auf, und gibt sie - in anderem Kontext
- der akustischern Umwelt wieder. Man erfindet nicht, man findet, man 'sammelt'
(wie der Name schon sagt).
Die großen elektronischen Studios IRCAM (Paris) und M.I.T. (Boston)
haben aber z.B. lange Zeit kaum mit Samplern gearbeitet - um dem 'Vorgefundenen'
zu entgehen - und stattdessen ihre Klänge 'selbst' synthetisiert, bzw.
mit Hilfe von (im Falle des M.I.T. Yamaha-) Synthesizern generiert; es ist
auffällig, daß - nicht einmal nur für den distanzierten
Hörer - dennoch immerwieder das Gleiche dabei herauszukommen scheint
- unabhängig davon, welcher Komponist dort komponiert hat.
Zeichen entstehen durch Unterschiede. (2)
Nicht also dadurch, daß man sich zur Vermeidung 'kommerzieller Klang-
und Kompositionsstrukturen' eine eigene akustische Welt schafft und sich
nur ebendort aufhält. Bei einem Vortrag in einem sizilianischen
Konservatorium wurde ich von italienischen Kollegen erstaunt gefragt, was
mein Kompositionsprinzip, mein System sei: offensichtlich ist es immer noch
- und vermutlich nicht nur in Sizilien - eine Selbstverständlichkeit,
daß der Komponist sich in privatphilosophischer
Selbstüberschätzung ein System baut (ein microtonales System, oder
ein polyrhythmisches - oder eine 'Superformel' gar) und daraus seine ganzen
Arbeitsschritte ableitet.
Lesen wir zwischendurch weiter in der 'Lust am Text' und versuchen wir uns
vorzustellen, was das für Musik heißen könnte:
Ist die die erotischste Stelle eines Körpers nicht da, wo die Kleidung
auseinanderklafft ?.... die Unterbrechung ist erotisch, wie die Psychoanalyse
richtig sagt: die Haut, die zwischen zwei Kleidungsstücken
glänzt;....das Glänzen selbst verführt, oder besser noch:
die Inszenierung eines Auf- und Abblendens.
Ein entscheidendes Mißverständnis, das aufgekommen sein mag,
möchte ich ausräumen: wenn ich von 'Zeichen' spreche, meine ich
nicht ein Symbol, das stellvertretend an die Stelle der Bedeutung tritt.
Ich meine damit nicht, daß die Musik kognitiv aufgenommen und 'verstanden'
wird; 'verstehen' wird ohnehin meist nur benutzt im Sinne einer Reduzierung
auf das bereits Bekannte. Ich denke nicht an ein Hören, bei dem der
Hörer 'erkennen' und sich denken muß: "aha der Komponist
benutzt diese oder jene Floskel und will dadurch Folgendes mitteilen..."
oder "die Benutzung der snare mit gated reverb ist ein Zitat der 80er
....." usw. (Die Sachverständigen, die immer nur alles zuordnen und
archivieren sind arm dran; so arm wie die Musikwissenschaftler, die immer
noch vor der Popmusik stehen und die 3 Akkordverbindungen analysieren, statt
sich um die Klangoberfläche, den Aufnahmesound, den Gestus und die
subkulturellen Konnotationen zu kümmern, oder noch besser: alles dies
zu lassen.)
Die musikalischen Materialien müssen - in ihrer Geschichtlichkeit -
'wirken' und nicht symbolisch das Wirken vertreten, sondern es selber sein.
Das heißt auch: das, was ich oben 'Lesen' nannte, ist eine
Übersetzung dieses Textbegriffs ins Musikalische und heißt hier:
hören, erleben, sich aussetzen, damit seine Erfahrung machen usw..
Wie wenig wir Musiker darüber letztlich Auskunft geben können,
habe ich bei vielen Gelegenheiten mit Regisseuren und Choreographen lernen
können, als ich Musik für Theater/Ballett im Auftrag schrieb und
mich zunächst sehr gewundert habe über das mangelnde musikalische
Vokabular, mit dem die Regisseure arbeiteten; da wurde schnell mal 'höher'
mit 'lauter' verwechselt, und die Trompete mit der Posaune. Vor allem kam
es in der Probenarbeit aber immer wieder vor, daß einunddieselbe
Komposition - bei (für mich) winziger Abweichung in Lautstärke,
Tempo oder Instrumentierung - gar nicht mehr wiedererkannt wurde, was mich
natürlich zunächst belustigt (bzw. geärgert) hat, aber der
Wahrheit entsprach: die Wirkung eines etwas langsamer gespielten Stückes
ist offenbar für einen Nichtmusiker, z.B. einen Choreographen so abweichend
von der ursprünglichen Fassung, daß das Gemeinsame daran (die
Komposition) völlig unwichtig wird.
Zurück zum Sample: Das Bewußtsein über den Zeichencharakter
aller Musik provoziert einen anderen Umgang, den man im Sample wiederfinden
kann; in einem sehr weiten Sinn kann man auch Schriftsteller wie z.B. Bert
Brecht und Heiner Müller geniale Sample-Spieler nennen: weil sie das
Schreiben kaum mehr in originärer erster Person aufgefasst haben, sondern
das schreibende Ich als kollektives, chorisches Ich, als Gedächtnis
vielfacher Erfahrungen begriffen, zitierten und weiterschrieben.
Soll ich von mir reden Ich wer / Von wem ist die Rede wenn / Von mir die
Rede geht Ich Wer ist das / Im Regen aus Vogelkot Im Kalkfell / Oder anders
Ich eine Fahne ein / Blutiger Fetzen ausgehängt Ein Flattern / Zwischen
Nichts und Niemand Wind vorausgesetzt / Ich Auswurf eines Mannes Ich Auswurf
/ einer Frau Gemeinplatz auf Gemeinplatz Ich Traumhölle / Die meinen
Zufallsnamen trägt Ich Angst / Vor meinem Zufallsnamen / MEIN GROSSVATER
WAR / IDIOT IN BÖOTIEN .... (3)
Mich interessiert hier nicht der technische Aspekt des Samplers, nicht das
Instrument selbst, sondern der Gebrauch des Samples als Haltung. Meine
Tonbandarbeiten vor der Einführung des Samplers (z.B. 'Berlin Qdamm
12.4.81') unterscheiden sich in der Ästhetik nicht von den späteren
Arbeiten mit Sampler; da gibt es schon Schichtungen, Loops, Scratching mit
Geräuschen, Wiederholung von O-Ton-Fetzen, Schnitte divergierender
Materialien etc. Was ich damit sagen will: es gibt unabhängig vom Instrument
eine kompositorische Haltung, die sich durch den schnellen Zugriff auf
unterschiedlichste Materialien definiert, wozu der Sampler zwar taugt, aber
nicht notwendigerweise gehört. Dazu zählt z.B. auch als Saxophonist
John Zorn, David Moss mit seiner Stimmvirtuosität, und viele andere
Musiker, die in ihren Improvisationen den üblichen improvisatorischen
Umweg zum Erreichen einer musikalischen Stimmung auslassen und schnittartig
die unterschiedlichsten konzentrierten Versatzstücke im Spiel montieren
können. Der Sampler erleichtert nur den Zugriff (gegenüber der
analogen Arbeit mit dem Tonbandgerät).
Der grenzenlos mögliche Zugriff des Samplers fordert genaue Kriterien.
Einige dieser Kriterien möchte ich hier entwickeln, so zum Beispiel
meinen fast abergläubischen Umgang mit der Herkunft der Klänge.
Die Auswahl der Klänge, die ich im Sampler speichere, ist dabei
projektbezogen. Jedes Projekt hat sozusagen seine eigene Bibliothek, seine
eigene Grammatik, sein Vokabular. Zum Beispiel für das
Musiktheaterstück 'Ou bien le débarquement désastreux'
habe ich fast ausschließlich Holzklänge ausgewählt (4). Für
das Musiktheaterstück 'Die Wiederholung' entstammten alle Sounds
ausgewählten Prince-Songs, weil dessen Song 'Joy of Repetition' im Zentrum
des Stückes stehen sollte. Für das Hörstück 'Schliemanns
Radio', das die Ausgrabung Trojas zum Thema hat, waren es Klänge, die
in Bezug zu griechischer Kultur standen, Tierlaute und Baugeräusche.
Gegenüber weitverbreiteter Beliebigkeit vertraue ich den spürbaren
internen Kohärenzen und inhaltlichen Zusammenhängen einer solchen
Auswahl, auch wenn sie vom Hörer nicht bewußt dechiffrierbar sind.
Es gibt darüber hinaus natürlich Kriterien von Verträglichkeit
/ Unverträglichkeit, die über das Funktionieren von Samples musikalisch
entscheiden; und die für meine Arbeit wichtige Grundvoraussetzung, nie
nur mit Samples zu arbeiten, sondern ihnen immer live-gespielte Musikanteile
gegenüberzusetzen, für eine Balance von Stereotypie (das einem
Sample besonders bei mehrmaliger Wiederholung leicht anhaftet) und
Lebendigkeit.
Aber mit dem Sample gelingt auch die Wiederholung des Unwiederholbaren (in
der Improvisation, beim verunglückten Sound) mit ausdrücklicher
Vorliebe fürs Exquisite, Erstaunliche, Unglaubliche (wie z.B. der exzessive
Schrei, mit dem Prince seinen Song 'Gett off' einleitet und dann - selbst
bei Konzerten - immer wieder vom Sampler einspielt - quasi als Logo).
Kurz, das Wort kann nur unter zwei entgegengesetzen, gleicherweise exzessiven
Bedingungen erotisch sein: wenn es bis zum Äußersten wiederholt
wird oder aber, im Gegenteil, wenn es unerwartet, durch seine Neuheit saftig
ist ...In beiden Fällen ist es die gleiche Physik der Wollust, die Furche.
die Einprägung, die Synkope: was ausgehöhlt, eingestampft ist oder
was explodiert, detoniert.
Improvisation begreife ich als kreativen Motor, als kompositorischen Impuls,
als Materialausgabe - mißtraue ihr aber als strukturgebender Kraft.
Aus der oft redundanten Fülle improvisierten Materials kann mit dem
Sampler die Reduktion aufs Substantielle gelingen: weg vom Plappern und zu
einer kompositorischen Ökonomie, einer Präzisierung des Materials
(zum Beispiel drei Soli's aufnehmen, die besten Stellen 'samplen' und zu
Einem montieren). Natürlich gibt es Musiker, die sich darin in ihrem
Identitätsbegriff angegriffen sehen - das muß man akzeptieren.
Aber nicht jeder improvisierende Künstler ist als Individuum interessant
genug, damit man sich für seine Irrungen und Wirrungen, seine musikalischen
Umwege und Aufbauten unbedingt interessieren und ihnen als Hörer
notwendigerweise folgen muss. Es gibt so manche Improvisation, bei der es
besser gewesen wäre, die Musiker hätten sich in der Garderobe
eingespielt, um auf der Bühne gleich 'auf den Punkt' zu kommen.
Die Sache ist widersprüchlich: Vom Standpunkt des Hörers aus hat
mein Unwille durchaus auch den antiautoritären Grund, nicht einer kompletten
Entwicklung folgen zu wollen; auf der anderen Seite droht aber der oft zur
Einschüchterung eingesetzte Vorsprung des Komponisten; das widerum fehlt
der Improvisation auf angenehme Weise, weil sie demgegenüber den Vorzug
für den Hörer hat, bei der Entstehung der Musik dabei sein zu
können. Ein schweifender Genuß muß möglich sein, der
die Freiheit der Annäherung und Entfernung hat, eine Hörhaltung,
die der Lektüre ähnlich ist, von der Roland Barthes schreibt:
Der Autor...kann nicht schreiben wollen, was man nicht lesen wird. Und
doch ist es gerade der Rhythmus zwischen dem, was man liest, und dem, was
man nicht liest, der die Lust an den großen Erzählungen
ausmacht...
Ich genieße an einer Erzählung also nicht direkt ihren Inhalt,
nicht einmal ihre Struktur, sondern vielmehr die Kratzer, die ich auf dem
schönen Umschlag hinterlasse: ich überfliege, ich überspringe,
ich sehe von der Lektüre auf, ich versenke mich wieder in sie .........die
andere Lektüre läßt nichts aus, sie ist schwerfällig,
sie klebt am Text .
Der ständige Wechsel zwischen meiner Perspektive des musikalisch
Produzierenden und der Perspektive des 'Lesers' (mit den Zitaten von Roland
Barthes) ist kein schreibtechnischer Unfall, sondern charakterisiert meinen
Arbeitsrhythmus. Der Raum des Hörers ist dabei substantieller
kompositorischer Bestandteil. So ist 'Schliemanns Radio' z.B. eine Einladung
zu einer Archäologie des Klangs, dem Suchen, Zerstören; eine Einladung
aus Fragmenten Altes hervorzuholen, Neues wieder zusammenzusetzen, in den
unbekannten Teilen Bekanntes erkennen usw. In der Kammermusikkomposition
'La Jalousie' (Geräusche aus einem Roman) gibt es längere Passagen,
in denen ich im Grunde musikalisch 'zurücktrete', das heißt nach
der Errichtung eines musikalischen Raums dem Zuhörer die Gelegenheit
zu geben versuche, diesen Raum assoziativ zu besetzen, ihn auszufüllen
(z. B. die dreiminütige Passage, die dem Sample mit dem rhythmischen
Geräusch von Stöckelschuhen überlassen ist - auch das nicht
'symbolisch' kurz, bis der Hörer 'erkannt' hat, sondern mit der
Beständigkeit eines Real-time-Effekts, als 'wirkendes Zeichen').
Es geht dabei darum, Entfernungen zu bilden, die vom Hörer mit Gewinn
zurückgelegt werden können, Brüche die überbrückt
werden können. Das schließt die Sehnsucht nach Identität,
Kontinuität, Homogenität, Schönheit nicht aus; im Gegenteil,
sie ist der Motor.
(1) Bearbeitung einer Vortragsskizze zu einem Seminar bei der 3.
Internationalen Tagung für Improvisation, Luzern, Oktober 96, in dessen
Zentrum Fragen rund um das Klischee/ das Stereotyp standen.
(2) hier und bei allen folgenden kursivgedruckten und nicht anders bezeichenten
Zitaten: Roland Barthes: Die Lust am Text, Frankfurt am Main 1974
(3) Heiner Müller, Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten
in: Herzstück, Berlin 1983
(4) Wer beim Gebrauch des Samplers das allzu durchschaubare Sequenzieren der Klänge umgehen will, das technisch so naheliegt, dem empfehle ich eine Methode, die ich von Xavier Garcia übernommen habe: nämlich nie nur einen Klang über das gesamte Samplekeyboard zu verteilen, sondern mehrere ähnliche (in diesem Fall Holz-) Klänge nach verschiedener Anschlagsdynamik (Velocity) gestaffelt übereinander zu schichten (auf je einer Taste) und nebeneinander zu plazieren (auf den nächsten Tasten), sodaß ein gespielter Lauf bzw. Akkord auf dem Sample-keyboard (wenn die einzelnen Finger nicht mit der selben Velocity anschlagen) immer aus verschiedenen Klängen sich zusammensetzt; was den Klängen natürlich mehr Leben einhaucht, mehr Vielfalt, als wenn immer nur der selbe Klang in verschiedenen Tonhöhen abgerufen worden wäre. Wobei sich durch allzu schlechten Gebrauch bei längeren Samples und Sprachsamples die Event-transponierung (Micky Mousing..) selbst schon desavouiert hat...
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