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Seit einem Jahrzehnt arbeitet der Frankfurter Komponist Heiner Goebbels
in Konzerten mit dem Ensemble Modern zusammen, das mehrere seiner Kompositionen
zur Uraufführung brachte. In monatelanger Probearbeit entwickelte
er 1996 mit dem berühmten Ensemble junger Musiker verschiedener Nationen
erstmals fürs Musiktheater das Projekt "Schwarz auf Weiß"
im Frankfurter Theateram Turm.
Ein Stück ohne Protagonisten, bei dem das Ensemble selbst der Protagonist
ist. Die jungen Musiker werden zu bewegten Hör-Spielern, die in szenischen
Aktionen ihr vertrautes Instrument nicht selten gegen andere Instrumente
oder signifikante Geräuschquellen vertauschen. Der Kunstraum des
Musiktheaters wird zum Spielraum des Alltags. - Die Kritik sprach von
einem der wichtigsten Bühnenereignisse des Jahres und erkannte in
dem Stück ein 'Requiem' auf Heiner Müller, der durch seine Stimme
präsent ist - in einer Lesung von Edgar Allan Poes Todes-Parabel
"Schatten": "Du, der Lesende weilst noch unter den Lebendigen;
ich, der Schreibende aber habe längst meinen Weg ins Reich der Schatten
genommen." Heiner Goebbels hatte diese Aufnahmen bereits 1991für
die SWF-Synchronisation seines amerikanischen Hörstücks 'Shadow/Landscape
with Argonauts' gemacht und spontan entschieden, sie in die aktuelle Arbeit
einzubeziehen, als er während der Proben vom Tode Heiner Müllers
hörte. Unter allen musikalischen Hörstücken von Heiner
Goebbels ist sein scheinbar "textärmstes" zugleich sein
literarischstes. "Schwarz auf Weiß" nämlich handelt
von Literatur im buchstäblichen Sinne, gelöst vom literarischen
Detail und ohne ins Reich der Fiktionen zu führen. "Für
mich ist 'Schwarz auf Weiß' und auch Poes 'Schatten' eine Parabel
über das Schreiben, oder genauer über eine Form von Kunst, in
der nicht nur eine Stimme zu Wort kommt - der Schriftsteller etwa -, sondern
so etwas wie eine kollektive Stimme, ein kollektives Ich, Erfahrung, Erinnerung.
Diese Art von Schreiben hat für mich Heiner Müller repräsentiert,
weswegen ich immer wieder gerne mit seinen Texten gearbeitet habe."
(Heiner Goebbels.)
Eine unruhige Hand beginnt einen Text zu fixieren, der von der Irritation
des Schreibens handelt: den Anfang von Maurice Blanchots Roman "L'attente
I'oubli" ("Warten, Vergessen"). Die Stimme des Schreibenden
formuliert und repetiert das, was auf dem Resonanzboden 'Schreibtisch'
entsteht. Solche Mikroakustik von Schreibbewegungen
setzt sich in musikalischen Klanggesten fort und in räumlichen Aktionen,
die auf akustische Pointen hinauslaufen, den Raum gewissermaßen
akustisch beschriften und markieren. Diese höchst lebendigen (und
also vergänglichen) Hörräume aber stellen sich im kollektiven
Zusammenspiel her, während die zitierten Texte von Blanchot, Eliot
und Poe von einzelnen Ensemblemitgliedern in ihrer Muttersprache ins Spiel
gebracht werden, freistehend wie erratische Blöcke. Die Texte handeln
selbst von Vergänglichkeit , von der Einsamkeit des Schreibens, von
der Flüchtigkeit der Stimme und vom Verschwinden des Autors. Die
wiederkehrende Stimme des Hörstücks ist die Tonbandstimme von
Heiner Müller.
"Thematisch ist es für mich eine Art Abschied von Heiner Müller.
Aber es ist kein Abschied in Form eines traurigen Requiems. Es gibt in
dem Stück durchaus Leichtigkeit und Humor. Und da ist auch eine Balance
zwischen dem Charme eines Live-Ereignisses und der Reflexion. So etwas
geht nur mit hervorragenden Musikern wie denen des Ensemble Modern, die
nicht nur ihre eigentliche Profession ausüben, sondern auch szenisch
agieren, sprechen, singen etc." (Heiner Goebbels)
(Hans Burkhard Schlichting)
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Heiner Goebbels lives in Frankfurt and, for over
a decade now, has been working together with Ensemble Modern, who have premiered
several of his works. In 1996 the composer began work on the project Black
on White in Frankfurt's Theater am Turm, developing his piece of music theatre
during many months of rehearsals and collaborating with the young musicians
of this famous ensemble who hail from around the world. It is a piece without
protagonists, for it is the ensemble itself which is the protagonist. The
musicians take on the role of strolling players deployed in a mise-en-scene,
and who not infrequently exchange their chosen instrument for other ones
or devote themselves to producing extraneous sounds of significance. The
artistic space of music theatre becomes merely an area where everyday life
is acted out. Critics have referred to Black on White as one of the most
important theatrical events of the year and saw it
as a Requiem for Heiner Müller, whose presence is ensured by including
a reading by him of Shadow, Edgar Allan Poe's parable of death: "Ye
who read are still among the living; but I who write shall have long since
gone my way into the region of shadows." Heiner Goebbels had already
made these recordings in 1991 whilst working on the German version for SWF
of his sound play written in America Shadow/ Landscape with Argonauts. It
was during rehearsals that he learnt of the death of Heiner Müller,
prompting him to use the material for the music theatre project.
Amongst Heiner Goebbels' various sound plays, Black on White appears to
be characterized by an extreme poverty of text, but at the same time it
is his most literary work. Dealing with literature in only the literal sense,
the piece treats the text in a manner freed from literary detail, without
entering the realm of fiction. According to the composer: "For me,
Black on White, and Poe's Shadow too, are parables about the act of writing.
To put it more exactly, it is about an art form in which not only a single
voice may be heard - that of the writer himself - but also something resembling
a collective voice, a collective 'I', the voice of experience and recollection.
Heiner Müller was also a representative of this style of writing, and
that is why I return to his texts again and again."
A trembling hand begins to note down a text, one which deals with the irritating
process of writing. It is the opening to Maurice Blanchot's novel L'attente
I'oubli. The voice of the one who is writing formulates and repeats that
which is created and sounded out against the 'writing desk: This micro-acoustic
generated by written gestures is transformed into musical ideas and thence
spatial events that lead out to acoustic points of reference which seek
to define and mark out the aural parameters. But these spaces, which pulsate
with life and are eminently accessible, arise out of the collective consciousness,
whereas the texts taken from Blanchot, Eliot and Poe simply become part
of the game, standing upright like erratic monuments as they are spoken
aloud by members of the ensemble in their native tongues. The quoted passages
have to do with the past, with the lonliness of writing, with a voice that
takes wing and with an author who can suddenly vanish. During all of this,
it is Heiner Müller's taped voice that returns time and again.
Heiner Goebbels points out that: "Thematically, the piece is a sort
of farewell to Heiner Müller. But it is by no means a sad departure,
as if it were some kind of Requiem. There are lighter moments in the piece
where humour reigns. And there can be found a certain balance between the
attraction arising from a live performance, and reflection. Of course, something
such as this can only be achieved with the very best musicians, like those
of Ensemble Modern, who not only remain the ultimate professionals, but
also manage to interact, speak and sing, among many other things."
(Hans Burkhard Schlichting - Translation: Graham Lack) |
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SCHATTEN - Eine Parabel
Wahrlich, ob ich auch wandele durch das Tal des Schattens - Psalm Davids
Du, der Lesende, weilst noch unter den Lebendigen; ich, der Schreibende
aber, habe längst meinen Weg ins Reich der Schatten genommen. Denn
das ist gewiß, seltsame Dinge werden geschehen und geheime Dinge
aufgedeckt werden, und viele Jahrhunderte werden vergehen, ehe diese Aufzeichnungen
den Menschen vor Augen kommen. Und unter denen, die sie sehen, werden
manche Ungläubige sein und manche Zweifler und dennoch einige wenige,
denen die Schriftzeichen, die ich hier mit stählernem Griffel grabe,
viel zum Sinnen geben sollen.
Das Jahr war ein Jahr des Schreckens gewesen und der Empfindungen, die
noch stärker sind als die Schrecken, für die es auf Erden keinen
Namen gibt. Denn viele Zeichen und Wunder waren geschehen, und fern und
nah, über Meer und Land, hatten sich die schwarzen Schwingen der
Pest ausgespannt.
Für jene aber, die in den Sternen zu lesen wußten, war es ersichtlich,
daß die Himmel einen bösen Anblick boten, und mir, dem Griechen
Oinos, wurde es gleich andern klar, daß nun die Wende des siebenhundertvierundneuzigsten
Jahres gekommen war, da beim Eintritt des Widders der Planet Jupiter vom
roten Ring des schrecklichen Saturn umschnitten wird. Wenn ich nicht irre,
so äußerte sich der seltsame Geist der Gestirne nicht nur im
physischen Lauf der Erde, sondern in der Seele, der Vorstellungsund Gedankenwelt
der Menschen.
Wir saßen nachts, unser sieben, bei einigen Flaschen roten Weines
in einer edlen Halle der düsteren Stadt Ptolemais. Und der Raum besaß
keinen andern Eingang als durch eine hohe, erzene Pforte; und der Künstler
Corinnos hatte die Pforte gebaut, es war ein kunstvolles Stück, das
von innen geschlossen wurde. So hielten auch schwarze Vorhänge dem
düsteren Gemach den Anblick des Mondes fern, der fahlen Sterne und
menschenleeren Straßen - das Vorgefühl und das Gedenken des
Unglücks aber ließen sich nicht so aussperren. Es gab auch
Dinge um uns her, von denen ich nicht deutlich Rechenschaft geben kann
- materielle und geistige Dinge - eine Dichtigkeit der Luft - ein Gefühl
des Erstickens - eine Beängstigung - und vor allem den schrecklichen
Zustand, den nervöse Menschen durchmachen, wenn die Sinne scharf
und wachsam sind, die Macht des Gedankens aber gebannt liegt. Eine tote
Last drückte auf uns. Sie lastete auf unsern Gliedern - auf den Gegenständen
im Raum - auf den Bechern, aus denen wir tranken, und alle Dinge wurden
schwer davon und bedrückt - alle Dinge, bis auf die Flammen der sieben
Lampen aus Erz, die unser Fest beleuchteten. Sich aufreckend zu hohen,
schlanken Lichtstreifen, brannten sie bleich und regungslos, und in dem
Spiegel, den ihr Glanz auf den runden Ebenholztisch warf, an dem wir saßen,
gewahrte jeder von uns die Blässe seines eigenen Angesichts und das
unruhige Flackern in den gesenkten Blicken seiner Gefährten. Dennoch
lachten wir und waren fröhlich auf unsre eigne Weise - die hysterisch
war, und sangen die Lieder des Anakreon - was Wahnsinn war, und tranken
tiefe Züge - obgleich der purpurne Wein uns an Blut gemahnte. Denn
da war noch ein Gast in unserm Gemach in Gestalt des jungen Zoilus. Tot
und in seiner ganzen Länge lag er da, eingesargt - der Geist und
der Dämon der Szene. Ach! Er nahm keinen Teil an unsrer Lust, nur
daß sein Antlitz, von der Seuche verzerrt, und seine Augen, in denen
der Tod die Glut der Pest nur halb gelöscht hatte, unsrer Fröhlichkeit
ein gewisses Interesse zuzuwenden schienen, wie die Toten es für
die Heiterkeit derer, die noch ans Sterben kommen, wohl haben mögen.
Doch wenngleich ich, Oinos, fühlte, daß die Blicke des Abgeschiede~en
auf mir ruhten, so zwang ich mich dennoch, die Bitterkeit ihres Ausdrucks
nicht zu beachten, und standhaft in die Tiefen des ebenholzenen Spiegels
spähend, sang ich mit lauter und klangvoller Stimme die Lieder des
Sängers aus Teos. Doch allmählich hörten meine Lieder auf,
und ihr Echo, das sich weit hinten in den schwarzen Behängen des
Raumes verlor, wurde matt und undeutlich und starb dahin. Und weh! aus
den schwarzen Behängen, darin die Töne des Liedes erstarben,
kam ein dunkler und unbestimmbarer Schatten hervor - ein Schatten, wie
ihn der Mond, wenn er tief am Himmel steht, aus der Gestalt eines Menschen
bilden mag; aber es war weder der Schatten eines Menschen noch der Schatten
eines Gottes oder irgendeiner vertrauten Sache. Er durchzitterte eine
Weile die Vorhänge im Raum und kam schließlich auf der Fläche
der erzenen Pforte in voller Sicht zur Ruhe. Doch der Schatten war flüchtig
und formlos und unbestimmt und war keines Menschen und keines Gottes Schatten
- nicht eines Gottes der Griechen noch eines Gottes der Chaldäer
noch irgendeines ägyptischen Gottes. Und der Schatten ruhte auf der
erzenen Pforte und unter dem Bogen des Türgebälks und rührte
sich nicht, sprach kein Wort, sondern ließ sich dort nieder und
verblieb da. Und das Tor, auf dem der Schatten ruhte, war, wenn ich mich
recht erinnere, genau gegenüber den Füßen des eingesargten
jungen Zoilus. Wir aber, die sieben dort Versammelten, die wir den Schatten
gewahrt hatten, wie er aus den Vorhängen heraustrat, wagten nicht,
ihn anzusehen, sondern senkten die Blicke und spähten beständig
in die Tiefen des Ebenholzspiegels. Und endlich wagte ich, Oinos, einige
leise Worte und fragte den Schatten nach seiner Herkunft und seinem Namen.
Und der Schatten entgegnete: "Ich bin SCHATTEN, und ich hause bei
den Katakomben von Ptolemais und dicht an den düstern Feldern von
Helusion, die an die trüben Wasser des Charon grenzen." Und
dann sprangen wir sieben erschrocken von unsern Sitzen und standen bebend
und schaudernd vor Entsetzen: denn die Klänge in der Stimme des Schattens
waren nicht die Klänge irgendeines Wesens, und von Silbe zu Silbe
die Laute wechselnd, trafen sie dunkel an unser Ohr im unvergeßlichen,
vertrauten Tonfall vieler Tausender dahingegangener Freunde.
(Edgar Allan Poe - Übersetzung: Gisela Etzel)
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SHADOW - A Parable
Yea! Though I walk through the valley of the Shadow - Psalm of David
Ye who read are still among the living; but I who write shall have long
since gone my way into the region of shadows. For indeed strange things
shall happen, and secret things be known, and many centuries shall pass
away, ere these memorials be seen of men. And, when seen, there will be
some to disbelieve and some to doubt, and yet a few who will find much
to ponder upon in the characters here graven with a stylus of iron.
The year had been a year of terror, and of feelings more intense than
terror for which there is no name upon the earth. For many prodigies and
signs had taken place, and far and wide, over sea and land, the black
wings of the Pestilence were spread abroad. To those, nevertheless, cunning
the stars, it was not unknown that the heavens wore an aspect of ill;
and to me, the Greek Oinos, among others, it was evident that now had
arrived the alternation of that seven hundred and ninety-fourth year when,
at the entrance of Aries, the planet Jupiter is conjoined with the red
ring of the terrible Saturnus. The peculiar spirit of the skies, if I
mistake not greatly, made itself manifest, not only in the physical orb
of the earth, but in the souls, imaginations, and meditations of mankind.
Over some flasks of the red Chian wine, within the walls of a noble hall,
in a dim city called Ptolemais, we sat, at night, a company of seven.
And to our chamber there was no entrance save by a lofty door of brass:
and the door was fashioned by the artisan Corinnos, and, being of rare
workmanship, was fastened from within. Black draperies, likewise, in the
gloomy room, shut out from our view the moon, the lurid stars, and the
peopleless streets - but the boding and the memory of Evil, they would
not be so excluded. There were things around us and about of which I can
render no distinct account - things material and spiritual - heaviness
in the atmosphere - a sense of suffocation - anxiety - and , above all,
that terrible state of existence which the nervous experience when the
senses are keenly living and awake, and meanwhile the powers of thought
lie dormant. A dead weight hung upon us. It hung upon our limbs - upon
the household furniture - upon the goblets from which we drank; and all
things were depressed, and borne down thereby - all things save only the
flames of the seven iron lamps which illuminined our revel. Uprearing
themselves in tall slender lines of light, they thus remained burning
all pallid and motionless; and in the mirror which their lustre formed
upon the round table of ebony at which we sat, each of us there assembled
beheld the pallor of his own countenance, and the unquiet glare in the
downcast eyes of his companions. Yet we laughed and were merry in our
proper way - which was hysterical; and sang the songs of Anacreon - which
are madness; and drank deeply - although the purple wine reminded us of
blood. For there was yet another tenant of our chamber in the person of
young Zoilus. Dead, and at full length he lay, enshrouded; - the genius
and the demon of the scene. Alas! he bore no portion in our mirth, save
that his countenance, distorted with the plague, and his eyes in which
Death had but half extinguished the fire of the pestilence, seemed to
take such interest in our merriment as the dead may haply take in the
merriment of those who are to die. But although I, Oinos, felt that the
eyes of the departed were upon me, still I forced myself not to perceive
the bitterness of their expression, and gazing down steadily into the
depths of the ebony mirror, sang with a loud and sonorous voice the songs
of the son of Teios. But gradually my songs they ceased, and their echoes,
rolling afar off among the sable draperies of the chamber, became weak
and undistinguishable, and so faded away. And lo! from among those sable
draperies where the sounds of the song departed there came forth a dark
and undefined shadow - a shadow such as the moon, when low in heaven,
might fashion from the figure of a man: but it was the shadow neither
of man, nor of God, nor of any familiar thing.
And quivering awhile among the draperies of the room, it at length rested
in full view upon the surface of the door of brass. But the shadow was
vague, and formless, and indefinite, and was the shadow neither of man
nor God - neither God of Greece, nor God of Chaldaea, nor any Egyptian
God. And the shadow rested upon the brazen doorway, and under the arch
of the entablature of the door and moved not, nor spoke any word, but
there became stationary and remained. And the door whereupon the shadow
rested was, if I remember aright, over against the feet of the young Zoilus
enshrouded. But we, the seven there assembled, having seen the shadow
as it came out from among the draperies, dared not steadily behold it,
but cast down our eyes, and gazed continually into the depths of the mirror
of ebony. And at length I, Oinos, speaking some low words, demanded of
the shadow its dwelling and its appellation. And the shadow answered,
"I am SHADOW, and my dwelling is near to the Catacombs of Ptolemais,
and hard by those dim plains of Helusion which border upon the foul Charonian
canal." And then did we, the seven, start from our seats in horror,
and stand trembling, and shuddering, and aghast; for the tones in the
voice of the shadow were not the tones of any being, but of a multitude
of beings, and varying in their cadences from syllable to syllable, fell
duskily upon our ears in the well-remembered and familiar accents of many
thousand departed friends.
(Edgar Allan Poe)
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