Eine Minute hätte meistens gereicht

[...][...]Es erinnerte ans Radiohören: von Sender zu Sender kleine Attraktionen einfangen, aber nie lange verweilen; dazwischen dann das Rauschen und Knacksen, immer überrascht, wenn etwas Außergewöhnliches oder Schönes dabei ist. Und es hatte eine humanistische Botschaft: Ihr, die ihr in Wesel, Moers oder wo auch immer wohnt, ihr, die ihr auch Musik spielen könnt, einen guten Witz kennt, euch zum Affen machen wollt, eine ideologische Überzeugung loswerden oder sonstwas machen müßt, findet euch zusammen und reiht eure Minuten aneinander oder schichtet sie übereinander. Wir kommen.[...]

Spex (DE), 1 June 1985